und er kam mich schon am Morgen besuchen.
angefangen hats eigentlich schon mit dem Duschen - das Wasser nicht heiss genug, die Sonne war wohl etwas zu faul in der Nacht...
dann bin ich zum Doc und hab gefragt, ob sie mir sagen können, wann ich denn mit möglichst wenig Wartezeit wiederkommen kann, weil ich mir keine Infektion von anderen Patienten einfangen darf. Die Helferin verstand sofort und sagte "so in ner Stunde, dann schieb ich sie durch".
ok. nach der Stunde war ich wieder da und wurde auch durchgeschoben. Und wartete in einem kleinen Behandlungszimmer. Und wartete. Und wartete. Und wartete. Dann hörte ich den Doc sagen "ach, das macht nix, das Zimmer muss deswegen aber nich die ganze Zeit belegt sein!"
verblüfft über die Kenntnisse eines Körpers mit wenig Leukozyten bin ich dann gegangen. Mein Rezept krieg ich auch beim Facharzt. (Mein eigentlicher Hausarzt is übrigens im Urlaub...).
Brastig ausgeparkt, und prompt mit dem neuen Auto an so einem kleinen scheiss Betonsockel hängen geblieben. Pah!
und dann noch so ne bescheuerte Omma, die das alles noch kommentieren musste. Ich gebe zu, ich war schon höflicher zu alten Leuten...
Direkt in die Werkstatt, der Schaden sah zum Glück größer aus als er ist (danke, Murphy!!), das abgebaute Teil zum Lackierer gebracht und dann erstmal heim, weil k.o.
Bei dem Versuch was zu essen ist mir dann noch ein voller Joghurtbecher auf den Küchenboden geklatscht und mein Kater hatte nichtmal Interesse daran. Tse!
passend zum abendlichen Schüttelfrost hab ich aber erstmal den Kamin angemacht, das gönn ich mir nach so nem Tag einfach.
manchmal ist es einfach so... am liebsten aus allen Bahnen ausbrechen, alles vergessen und hinter sich lassen. Ohne Altlasten einfach in eine neue Welt eintauchen, ganz allein und total fremd. Alles neu entdecken und kennen lernen, so dunkel die Nacht auch ist.
Und spüren, dass man in der Lage ist das alles zu bewältigen und sich daran zu erfreuen... ich habe Fernweh - nach irgendetwas neuem, einem neuen Land und einer bislang unbekannten Existenz. Und vergessen was war und was ist.
einen Freund auf seinem letzten Weg begleitet.
Fassungslos über das Leiden der Frau, erstaunt über die Tapferkeit der Kinder.
und fasziniert von der Anteilnahme so vieler vieler Freunde.
ich kenne kaum einen Menschen, der so gewissenhaft gelernt und so daran gearbeitet hat ALLES zu wissen. und wer sich die Prüfungsfragen schon in seinen Träumen stellt und auch noch selbst beantwortet, lässt keinen Zweifel an meinem Optimismus.
Kofuzius sagte:
„Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.”
Du bist ein sehr konzentrierter und bewusster Mensch. Kein Zweifel an deinem Können! Ich glaub an dich und weiss dass Du das kannst. In ein paar Tagen lächelst Du darüber... DAS weiss ich...
Gebraucht, nicht nur benutzt
Begehrt und auch behalten
Umsorgt und nicht verletzt
Erkämpft und festgehalten
Gemocht und nicht verschmäht
Befreit anstatt behindert
Genossen, nicht geduldet
Vermisst statt nur erwartet
Erforscht statt wahrgenommen
Erwählt, nicht nur bekommen
Gewollt, nicht toleriert
Verzehrt, nicht nur gepriesen
Auch fehlbar akzeptiert
Geliebt, nicht abgewiesen
...ist man einfach zu weit weg, um Trost spenden zu können. Hoffnung geben zu können. Und zeigen zu können, dass man da ist. Dieses Gefühl macht einen verdammt hilflos.
Mein Mentor, seit einem Jahr in Pension, nach 45 Jahren Arbeit, liegt mit einer Darmkrebsdiagnose im Krankenhaus. Sein Sohn, selbst Arzt, hat ihn zu sich ins Klinikum nach München geholt. D.h. selbst wenn ich in D wäre, könnte ich ihn nichtmal eben besuchen....
das ganze erscheint mir wie ein Deja vú. Vor einiger Zeit verlor ich auf diese Weise einen guten Kollegen und Ausbilder.
Ich wünsche Andreas alles alles erdenklich Gute, viel Kraft und Hoffnung für die Therapie.
Wir werden uns wiedersehen. Versprochen.
...seit zwei Tagen langsam und leise vor sich hin. Das ist wohl der Vorteil an Nordschweden. Trotz Erderwärmung ist hier wenigstens noch ein bischen Winter . Aber die Leute hier sehen das herrlich gelassen. Bei uns würde ich auf dem Weg zur Arbeit schon die erste Krise kriegen, weil irgendeine Schnarchnase vorsichtige Person meint, ihr Auto im Schritttempo bewegen zu müssen. Hach, da gehen einem glatt die Argumente zum schimpfen im Verkehr aus... *g*
Heute morgen bin ich aber auch kein Auto gefahren. Ich gönne mir einen freien Tag Auszeit, und versuche mein Fieber loszuwerden. Nun verbringe ich mein Wochenende also im Hotelbett - wie aufregend. Wenigstens hab ich ein paar deutsche Fernsehsender und kann mir sogar was anderes als Karneval angucken. Weil Miami Vice auf schwedisch geht gar nich, das is ja noch nichmal lustig...
also auch wenn Fasching oder ähnliches eigentlich nicht mein Ding is, so würde ich jetzt doch viel lieber in einem Tigerkostüm (oder wie wärs mit Gefängniswärter, @ Y.? *gg*)angeheitert und ausgelassen ein wenig Blödsinn machen, anstatt mit Tee und Keksen mein Dasein zu fristen. Ich verlange etwas Mitleid!! So, musste mal raus...
@ alle die ihren Spaß haben: sei euch gegönnt... ;-)
sagte mir gestern jemand, der ihr sehr nahe steht - nämlich ihr Freund.
Er wusste nichts davon, hat aber mitbekommen, als sie mit ihrer Freundin telefonierte und sich amüsiert über ihre SMS an mich belustigte...
wie gut, dass ich nicht darauf reagiert habe, zumindest nicht so, dass sie etwas bemerkt hätte.
Wie brutal kann man eigentlich sein, dass es einem Spaß macht, einen anderen zu verletzen? wer mich kennt, weiss eigentlich, dass ich im Grunde ein netter Kerl bin und keinem was böses tue- doch, etwas böses hab ich getan: ich habe ihr einen bestimmten Wunsch nicht erfüllt / nicht erfüllen können. Doch laut der Ärzte war sie an dieser Nichterfüllung zu 50% beteiligt. Sitzt ihr Schmerz so tief, dass sie immer wieder Hiebe austeilen muss?
Trotzdem bin ich der Meinung, dass ich so ein Verhalten nun echt nich verdient habe. Ich habe mich immer bemüht, der verständnisvolle und liebevolle Partner zu sein, versucht, jeden Wunsch abzulesen und verdammt viele davon auch erfüllt...
es ist zum heulen... was mache ich nur falsch...
da kam mir heute Nachmittag ein Anruf meines Chefs ganz gelegen:
LH 6034 bringt mich sehr bald erstmal weg von hier - ich hab die Schnauze so voll von alledem hier, dass ich froh bin, erst einmal ein paar Wochen weg zu können... Stockholm soll ja um diese Jahreszeit auch ganz schön sein. Nicht ganz so hell, aber nettere Menschen... ich muss einfach hier raus...
...ist es eigentlich, dass man in einem doch recht wohlhabenden Land dafür Werbung machen muss, Kinder in die Welt zu setzen?
Vorhin sah ich im Fernsehn einen neuen "Du bist Deutschland"-Spot. Darin ging es um den Zauber eines Kindes und die Lebensfreude, die es vermitteln kann.
Erinnerungen an vergangene Erlebnisse diesbezüglich treiben mir spontan Tränen in die Augen -etwas, was mir seit einer Ewigkeit nicht passiert ist. Aber was die Zukunft bringt, weiß man nicht...
Dazu fällt mir noch ein Zitat von Jean de la Bruyére ein:
Die Kinder kennen weder Vergangenheit noch Zukunft, und - was uns Erwachsenen kaum passieren kann - sie genießen die Gegenwart.